Nach einem entspannten Wochenende ging es heute mit neuer Energie wieder an die Arbeit.
Tiere füttern, Mist raufkarren und Ställe ausmisten, dann mussten wir wieder das Feld neben dem Misthaufen mit Kompost bewerfen (Siehe Scheiße-Weitwurf). Die Sonne schien mit voller Kraft und wärmte sogar den schwachen Wind, der über den Berghang strich.
Die Aussicht war wieder atemberaubend-obwohl ich seit anderthalb Wochen hier bin, fasziniert mich die Sicht immer wieder aufs Neue.
Wenn die Sonne zwischen den Wolken hindurch in Strahlen auf das Meer fällt und es so gelb und dunkelblau einfärbt oder die Wolken bei gutem Wetter den Blick auf weiter entfernte Berghänge auf der anderen Seite der Bucht freigeben, vergesse ich die Arbeit immer wieder für ein paar Augenblicke. Das Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten, Wolken und Wasser, Sturm und Regen zu beobachten ist unglaublich.
Während zwei von uns immer den Mist in die Schubkarren geschippt haben, konnten die anderen beiden sich auf die Wiese setzen und die wärmende Sonne genießen.
Durch das fantastische Wetter ging die Zeit am der Vormittagsarbeit schnell um-und das, obwohl wir das Karottenfeld düngen mussten, zu dem man die Straße runtermuss. Nach einigen von den mistgefüllten Schubkarren spürt man das Gewicht in den Armen und bald tat uns allen alles weh.
Nach dem Mittagessen "durften" wir damit weitermachen, natürlich nicht, ohne vorher einer anderen Aufgabe nachgegangen zu sein-Abwechslung wird hier groß geschrieben;)
Erika und ich wühlten uns (im Schneckentempo) mit Spitzhacke und Spaten durch die Stein-, Schlamm-, und Mistschichten des Kuhpaddocks, auf dem ein dickes Kabel herausstand. Nach einer halben Stunde hatten wir endlich ein 20 cm "tiefes" Loch in den Steinboden geschlagen, sodass wir das Kabel hineindrücken und wieder abdecken konnten. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, es mit einem der netten Geschenke unserer Kühe zu dekorieren-und einem Blümchen.
Währenddessen haben Gweno und Anna wieder Bäumchen gepflanzt und nach zwei weiteren Reihen Dünger waren wir endlich durch für den Tag.
Die Mädchen sind mit Geoff nach Moville gefahren, wo er Jo jeden Abend um 17.30 Uhr abholt, um Bier zu kaufen.
Abends tafelte Jo Risotto auf (Ja, Papa. Ich kann mir dein Gesicht grade vorstellen, wo du Risotto ja so magst:D)-und obwohl ich eigentlich auch kein Fan davon bin, hätte ich mich in Jos Variante reinsetzen können!
Es war ein Pilz-Sellerie-Cheddar-Risotto und weder matschig noch klebrig, sondern angenehm cremig und durch den würzigen Cheddar unglaublich lecker.
Danach saßen wir noch fast anderthalb Stunden mit unserer Gastmama am Tisch und haben uns Geschichten über ihre Wwoof-Erfahrungen, über das Prinzip von Wwoof, über Politik und Umweltschutz und über ihr Leben angehört.
Seit sie Wwoof-Hosts sind, hatten sie über 450 freiwillige Helfer bei sich...ihr könnt euch also vorstellen, was da für Geschichten zusammenkommen und was für Welten manchmal aufeinanderprallen;)
Danach haben wir uns in den Wohnwagen zurückgezogen, ein Trinkspiel gespielt, und jeder seine Dosen Bier geköpft-schließlich ist es der letzte Abend der Mädels gewesen!
Ziemlich angetrunken und mit Muskelkater vor Lachen bin ich dann um halb 2 Uhr morgens ins Bett gekrochen-nicht ohne vorher den gigantischen Sternenhimmel zu bestaunen.
Durch die mehr als wenigen Lichtquellen, die wenn dann nur im Tal existieren, sieht man unglaublich viele Sterne, wenn mal keine Wolken da sind. So viele Sterne habe ich noch nie gesehen...es war gigantisch!
"Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens"- Ich möchte einen großen Schluck aus dieser Quelle nehmen und suche sie nun auf der grünen Insel. Jeden, den es interessiert, möchte ich mitnehmen durch meine Höhen und Tiefen, meine Erlebnisse und Erfahrungen und euch ein Stück der Welt durch meine Augen sehen lassen.
Mittwoch, 26. Februar 2014
Abschiedsgelage-24.2.14
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... na Carolin da hast du ja einen lieben Freund gefunden, das Hündchen schaut dich so treu an, wird dich wohl vermissen wenn du weg bist.
AntwortenLöschenAlso zu eurer Arbeit kann ich nur sagen, sehnt euch nicht wieder nach solcher Schinderei, die Erfahrung einmal machen reicht glaub ich...................
wie schön das bei euch auch schon Schneeglöckchen blühen - der Frühling naht -
es muß wirklich zauberhaft sein in einen leuchtenden Sternenhimmel zu schauen, ich hab das einmal im Fernseh gesehen und war faziniert, na und du erlebst es in natura, welch ein Glück.................
tschüß mein Engelchen, liebe Grüße von Omi