Seit gestern Mittag ging es mir irgendwie total schlecht.
Ich war erschöpft, hatte Unterleibs- und Rückenschmerzen und fühlte mich einfach irgendwie nicht gut. Auch meine Werte schossen dauernd unerklärlich in die Höhe.
Am Abend schaute ich im Internet nach einem Arzt im Ort- ich vermutete eine Blasenentzündung, auch wenn ich noch keine richtigen Schmerzen hatte.
Heute morgen sind wir dann trotzdem erst mal ein bisschen rausgegangen. Wir hatten im Internet eine Geocachingseite gefunden und einige Koordinaten für Caches in Killarney entdeckt. Geocaching ist eine Art moderne Schatzsuche. Jemand versteckt eine Plastikbox mit einem kleinen Buch und irgendwelchem Schnieps drin (Spielzeugautos, Visitenkarten, Muscheln usw.)- am besten an einem landschaftlich schönen oder geschichtlich interessanten Platz und gibt die Koordinaten mit einer kurzen Beschreibung des Startpunktes und evtl einem Hinweis zum Versteck im Internet an. Über das Handynavi/GPS kann man dann diesen Koordinaten folgen bis man das Versteck findet. Dann trägt man sich in das kleine Buch ein und kann etwas aus der Box rausnehmen, wenn man dafür etwas reinlegt.
Wir haben uns also ein paar Caches rausgesucht und den ersten auch nach recht kurzer Zeit gefunden. Es war sogar eine Karte von einer kölschen Apotheke darin, in der Steffi mal war! Wir haben aber nichts raugenommen, sondern uns nur eingetragen.
Danach haben wir noch zwei andere Caches versucht zu finden.. bei einem der Beiden standen wir zwar vor dem Versteck, doch die Box war nicht da (entweder wurde sie vor der Flut gerettet oder von der Flut weggerissen) und bei dem Anderen kamen wir gar nicht erst in die Nähe des Verstecks, weil alles wieder überschwemmt war.
Trotzdem hat es Spaß gemacht!
Am Nachmittag bin ich dann mit Steffi zum Arzt gegangen und hab Antibiotikum bekommen-gleich gegen eine Nierenbeckenentzündung die sich wohl grade laut Arzt anbahnt/schon da ist.
Es war ziemlich niedlich, wie blass er geworden ist, als er festgestellt hat, dass Glucose im Urin ist. Er hat mich recht besorgt gefragt, ob ich eine medizinische Vorgeschichte habe und als ich meinte, dass ich Diabetiker bin, hat er hörbar aufgeatmet- sonst hätte er mich jetzt ins Krankenhaus bringen müssen, meinte er. Der arme Mann, er war echt geschockt.
Um 60 Euro für die Konsultation und das Medikament erleichtert, habe ich dann heute gleich die erste von 20 Antibiotikakapseln eingeschmissen... seitdem liege ich abwechselnd im Bett und auf der Couch und krümme mich vor Krämpfen.
Wenigstens eine gute Nachricht: ich habe einen Job!
Wenn Steffi nächsten Freitag (aufgrund von Geld-und Lustmangel) nach Hause fliegt, werde ich an den so ziemlich nördlichsten Punkt Irlands fahren, um dort auf einer Farm für 1-2 Wochen zu leben und zu arbeiten. Ich freue mich wahnsinnig darauf, endlich richtig Zeit mit Iren zu verbringen und das Leben mal kennenzulernen!
Die Arbeit wird bestimmt hart und ich werde in einem Wohnwagen oder Steinhaus schlafen müssen, aber ich kann ja jederzeit wieder fliehen und es wird bestimmt eine tolle Erfahrung.
Lieben Gruß aus dem noch viel stürmischeren Irland
"Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens"- Ich möchte einen großen Schluck aus dieser Quelle nehmen und suche sie nun auf der grünen Insel. Jeden, den es interessiert, möchte ich mitnehmen durch meine Höhen und Tiefen, meine Erlebnisse und Erfahrungen und euch ein Stück der Welt durch meine Augen sehen lassen.
Samstag, 8. Februar 2014
Geocaching und Arztbesuch-7.2.14
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
oh, oh mein Engelchen das klingt ja nicht gut mit deiner Entzündung, hoffe das dir die Kapseln wirklich helfen, denn wenn du auf der Farm arbeitest brauchst du Kraft, ach ja Glückwunsch das es geklappt hat, Küßchen deine Omi
AntwortenLöschen