Dienstag, 18. Februar 2014

Es wird schlimmer-18.2.14

Heute Morgen bin ich mit starken Halsschmerzen, fehlender Stimme und diesem ekelhaften, krampfhaften, tiefen Husten aufgewacht, bei dem man das Gesicht verzieht, weil es wehtut.
Nachdem Tiere-Füttern und unserem Frühstück haben wir (diesmal zu viert) die Ställe ausgemistet. Danach mussten wir den MM vom Paddock nach oben zum Cottage schaffen und nachdem wir das jeder zweimal gemacht haben, waren wir auch erledigt-kein Wunder bei einsetzendem Fieber un 20 kg schweren Schubkarren, die einen Matschweg hochgeschoben werden müssen, in dem man dauernd ausruscht oder stecken bleibt!
Dann hatte Geoff etwas gaaanz tolles für uns: Feld umgraben.
Jedem, der jemals das Angebot bekommt, ein Feld mit einem Spaten umzuflügen, möchte ich hiermit etwas raten: RENN SO SCHNELL DU KANNST!!!
Zwei Stunden lang standen wir auf dem harten Rasen und haben unsere Spaten in die steinige Erde gerammt, um kleine Quadrate auszuheben, umzudrehen, auseinanderzuschlagen und das nächste in Angriff zu nehmen. Nach kurzer Zeit tat mir der Rücken weh und ich war pausenlos am (innerlichen) Fluchen, weil mein Spaten es sehr witzig fand, sich immer zu verbiegen, wenn ich ein Stück Gras aus der Erde stemmen und umdrehen wollte.
Unsere Hände taten bald weh und wir schleppten uns richtiggehend nach oben zu Farm, um zu Mittag zu essen. Gwenno war richtiggehend betrübt, als ich den anderen am Ende gezeigt habe, wie mein Spaten aussieht-ich hätte etwas sagen sollen, meinte er. Leider gab es einfach keine anderen Spaten und ich kann ja nicht einfach daneben stehen und den Sklaventreiber spielen...auch wenn wir das immer mal wieder gemacht haben, um uns auszuruhen. Vor allem, wenn Gwenno in seinem französischen Akzent etwas deutsches nachspricht, müssen wir manchmal Tränen lachen.
So meinte er gestern zum Beispiel zu Kevin, dem Kater: "Du bischt krânk Kèvin!", nachdem er den Kater beim Essenstehlen erwischt hatte und uns vorher gehört hatten, wie Erika sagte, dass sie krank sei.
Mit seinen Worten trifft er es oft unwissendlich auf den Punkt und das heitert die Stimmung immer wieder auf. Allgemein machen wir trotz (oder grade wegen) der Erschöpfung viele Späße bei der Arbeit, zum Beispiel haben wir zur Melodie von "Singing in the rain" einen neuen Songtext entworfen: "Singing in the Shit"!:)
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Lesepause mussten wir dej Paddock weiter bearbeiten und uns dann wieder der Rinne auf der Mud Road widmen. Weil zu viel Gestrüpp auf der Böschung wächst, konnten wir den Eimer heute nicht nutzen und mussten stattdessen die schlammige Erde drei Meter über unsere Köpfe befördern und uns dann schnell ducken, um dem Matsch auszuweichen, der von den Büschen wieder zurückgeschleudert wurde. Unnötig zu erwähnen, dass ich nach Feierabend direkt und die heiße Dusche gestiegen bin.
Die Zeit bis zum Abendessen habe ich mit Schlafen verbracht und Jo hat mich sofort besorgt gefragt, ob es mir gut geht, als ich ins Haus geschlichen kam.
Als sie meine Stimme gehört hat, hat sie mir gleich homöopathische Tabletten gegeben, um mein Immunsystem zu stärken und Geoff bemitleidend informiert, dass es jetzt bei mir auch anfängt.
Das Essen war wieder reichlich und deftig und lecker (Kartoffelbrei mit Cale und Würstchen) und danach haben wir den Abend zu viert auf Gwennos Cottage vorm Fernseher ausklingen lassen, Bier getrunken und uns das Spiel Manchester City gegen Barcelona angesehen.
Barcelona hat 2-0 gewonnen:)
Jetzt schlafe ich!
Gute Nacht an alle Spät-Schläfer.

1 Kommentar:

  1. ... ja man oh man, das ist ja die reinste Schlammwüste die ihr da bearbeitet, kein Wunder das ihr nach und nach krank werdet, ihr brauchtet solche Gummihosen wie die Kinder tragen im Matsch.
    Aber schön das du von euch allen ein Bild mitgeschickt hast, ihr seht alle trotz der Schinderei noch gut aus..............
    laßt euch nicht unterkriegen und lacht weiter über jeden Spaß, das hält euch aufrecht, denn du weist ja " Lachen ist gesund "............
    liebe Grüße deine Omi

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